Navigation
 

Home
Chronik:
Geschichte
Gründung
Sportplatz-
geschichte
Sportanlagen
Fussball
Fussball/Jugend
Sparte Eis
Eisstock/Herren
Eisstock/Damen
Pfarrpokal
Turnen/Tanzen
"FSJ"
Förderverein/JFG
Bayerwald e. V.
Silberne Raute
Links/Sponsoren
Kontakt/Anfahrt
Impressum
 

Aus der Geschichte der Fußballabteilung

Der SV March von 1930

Im Vergleich mit der niederbayerischen Fußballgeschichte vor dem Zweiten Weltkrieg fällt die Gründung eines geordneten Spielbetriebs in March in das letzte Drittel dieser Entwicklung. Nach der Überlieferung brachte Kooperator Seitz um 1909 das „Neue Spiel“ nach Straubing und von hier aus führen dann die ersten Fußballspuren in die Städte, Märkte und Dörfer des Gäubodens und schließlich herein in den Bayerischen Wald.

Vor allem nach dem ersten Weltkrieg wuchs die Zahl der Fußballvereine stetig an und bis zum Kriegsausbruch 1939 registrierte man bereits 122 Fußballklubs, die von der Schiedsrichte-rvereinigung Straubing und Landshut betreut wurden.

Die Marcher Fußballgeschichte bekam den entscheidenden Anstoß durch die Vereinsgründungen und den Spielbetrieb in den größeren Orten der Umgebung, hauptsächlich durch die Fußballmannschaften in Regen und Zwiesel. Was sich dort fußballerisch schon unter geregelten Verhältnissen abspielte, wurde hier zunächst von fußballbegeisterten Burschen in sogenannten „wilden Spielen“ nachgeahmt.

Schließlich war es der sportbegeisterte Lehrer Paul Brückl, der diese jungen Leute um sich sammelte und mit der tatkräftigen Unterstützung durch den Brauerei- u. Gasthofsbesitzer Alois Wurzer in dessen Nebenzimmer zusammen mit den Sportkamera-den den Sportverein March von 1930 gründete und einen geordneten Spielbetrieb anmeldete.

Als erster Fußballplatz diente die „Hofbauer Brach“, gespielt wurde in schwarz-weiß-gestreiften Trikots, schwarzen Hosen, die der Spieler Lukas eigenhändig genäht hat, und in von den Frauen gestrickten schwarzen Stutzen. Zu den ersten beiden Auswärtsspielen in Teisnach und Zwieselau fuhr man mit Fahrrädern bzw. zwei Fuhrwerken. Die Strapazen dieser Fahrten mögen wohl die hohen Nieder-lagen von 13:1 und 16:0 mit verursacht haben, denn in den Heimspielen gegen Ruhmannsfelden und Schweinhütt konnte bereits gewonnen werden; die Mannschaft wurde durch Spieler aus dem Arbeitsdienstlager am Schweighof verstärkt.

Der Verein hatte mit Vorstand Alois Peter und mit Spartenleiter Georg Spargel bedeutende Akteure, die jährlich Waldfeste zur Finanzierung des Spielbetriebs organisierten. Als Trainer fungierte der Zwieseler Spieler Alois Schlenz, der vergeblich versuchte, den kampfstarken Marcher Stürmer Michael Zellner für die Fußballabteilung Zwiesel (FAZ) abzuwerben. Hart trafen dann die geschichtlichen Ereignisse derdamaligen Zeit den jungen Verein, denn durch das sonntägliche Exerzieren ( HJ, SA) reduzierte sich die Mannschaft auf vier Spieler, so dass der Spielbetrieb um 1934 eingestelltwerden musste.

Die erste Mannschaft
am 03.05.1931

Der SV March von 1948
bis 1998
Die allgemeine Situation 1945

Das Ende des Zweiten Weltkrieges im Mai 1945 stellte das ganze deutsche Volk vor einen Wiederbeginn, es ist die Stunde Null für den Wiederaufbau, auch für den gesamten Sportbetrieb. Wenn unmittelbar nach Kriegsende von den Militärregierungen auch ein Sportverbot verhängt wurde, so regten sich doch ziemlich früh die am Sport interessierten Kreise. In der Jubiläumsausgabe des Bayerischen Fußballverbandes zum 25-jährigen Bestehen erfahren wir, dass die ersten Impulse zum Wiederaufbau des Sports in Bayern von den Großstädten München, Nürnberg und Augsburg ausgehen. In München ist es der Löwenbräukeller, der bald zum regelmäßigen, geheimen Treffen all derer wird,die versuchen, einen Spielbetrieb im Interesse ihrer Vereine durchzuführen bzw. wieder in Gang zu setzen. Dabei wird die Idee zur Gründung eines Bayerischen Landessportverbandes geboren, sie findet die Anerkennung des Kultusministeriums und wird am 18.Juli 1945 in die Tat umgesetzt. Diese Gründung wird schließlich am 21.Juni 1946 von der Militärregierung sanktioniert. Alle Vereine, die nun Mitglieder im BLSV werden, sind berechtigt, in allen Fachsparten Sport zu treiben. Die Sparte Fußball im BLSV leitet Hans Huber, der spätere Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes.